Wanderung im Hoch-Vogelsberggebiet vom 13. bis 17.06.2001

Teilnehmer: Günter Z., Volker, Fried, Rudi, Hans und Erich

Alle Jahre wieder, diesmal mit neuem fahrbaren Untersatz, fuhren wir nach Gedern. Pack-Manager Rudi hatte im Bus am Vortag fast alles verstaut. Vorstand und ein stets "aufmerksamer" Beifahrer, unser ZbV Hans, nahmen die Plätze im Cockpit ein. Hinter dem Fahrer sitzt Fried, der für diesen Platz eine Dauerkarte hat. Auch Erich, Günter Z. und Volker waren mit von der Partie. Nach glatter Fahrt waren wir gegen 16.15 Uhr bereits fertig eingecheckt auf unserem Campingplatz in Gedern. Unser Zelt schlugen wir unweit des Toilettenhauses und dem "Promille-Weg" auf. Es folgte der traditionelle Grillabend. Anschliessend bat Rudi um Gehör, bzw. Diskussion zwecks eines Jet-Bag für unseren Bus. Ebenso teilte er mit, dass eine Chronik des VDB mit Gipfelbesteigungen, etc. erstellt werden soll. Nach dem ersten Kneipenbesuch, bei dem uns der ZbV zum "Schnäpslein" verführte, war der Abend dann auch schon gelaufen.

Gleich früh sollte es losgehen in Richtung Eschenrod, aber nicht bevor wir eine Eierkoch-Lehrstunde hinter uns gebracht hatten. Die Testperson war Fried. Richtig stellte er fest, dass es nicht genügt die Eier ins gekochte Wasser zu legen, sondern dass man diese auch 10 Min. kochen muss. Der Beweis lag etwas zähflüssig dann am Boden.Voll bepackt und motiviert gings dann los. Gebremst wurden wir einige Male durch verwirrende Wegzeichnungen. Im Zick-Zack-Kurs fragten wir auch Mountainbiker nach dem richtigen Weg. Vorbei an einem herrlichen Jagdschloß und einer Wochenendhaussiedlung machten wir auf einer Anhöhe vor Eschenrod eine Trinkpause. In Eschenrod feierte die Feuerwehr ihr 75-jähriges Jubiläum. Selbstverständlich gab es ein oder zwei, nach dem Reinheitsgebot gebraute Getränke. Unsere gemeinsame Unternehmung heißt Wandern. Also ging es weiter nach Schotten. Der Weg führte uns vorbei an einem Golfplatz und einem Motorradtreff in die Altstadt von Schotten. Wie wäre es mit einer Besichtigung derselben oder mit einem Bier? Da eine Besichtigung nicht interessant erschien, das Bier zu teuer und der Platz zum Sitzen nicht so schön, ging es eben weiter. Nach dieser schwerwiegenden Fehlentscheidung wurde vor allem eine sehr durstige, kritische Stimme laut. Noch erhebender wurden diese Kommentare, als wir feststellten, dass die angepeilte Gartenwirtschaft Ruhetag hatte. Endlich, im Kurpark des Kreiskrankenhauses, legten wir die wohlverdiente Bierpause ein. Volker gratuliert per Handy seinem Sohn Matthias zum Geburtstag und hatte Gelegenheit seinen Füßen eine schmerzbefreiende Pause zu gönnen. Kurz nach 19.00 Uhr erreichten wir den Campingplatz "Froschloch" bei Laubach. Von der Chefin freudig empfangen, schlugen wir unsere drei Iglus auf. In der Campingklause stellten wir fest, dass es plötzlich stark regnete. Hier wurde der ZbV zum Zeltschließer bestimmt, damit ja nichts nass wird. Bei der Erledigung dieser schwierigen Aufgabe verhielt er sich jedoch nicht ganz neutral. Nun ja, klappern gehört zum Handwerk.

Am Freitagmorgen war gegen 9.00 Uhr bereits Aufbruch. Nach Körperpflege verschiedener Intensität auf den gepflegten Toilettenanlagen (übrigens beider Campingplätze), wanderten wir mit Erwartung in den "MiniMal". Dort einen Kaffee und das Packvolumen unserer Rucksäcke wieder ausgenützt, gings weiter. In Ulrichstein genossen wir drei Pils, bevor wir nach Vorratskäufen für Abend und Nacht, in der Schutzhütte "Sieben Ahorn" ankamen. Zum Zelten eignete sich der Untergrund im Wald nicht gerade, so dass wir in der Hütte ohne Zelte nächtigten. Dank dem "ruhigen Schläfer" Günter, der sich mit der schmalen Sitzbank begnügte, war es möglich, dass wir alle Platz hatten. Wieder regnete es.

Morgens war das Weitergehen problemlos. Wir wanderten auf dem Sternweg zum Taufstein mit dem Bismarckturm (773 m). Leider war die Aussicht etwas trübe an diesem Morgen. So verweilten wir nicht lange und marschierten zum Hoherodskopf. Eine Pause am Kiosk legten wir gerne ein. Nur Günter und Erich zeigten jugendlichen Elan und fuhren mit der Sommerrodelbahn für DM 3,00 bergab. Vorbei am Segelflugplatz am Fuße des Hoherodskopf marschierten wir weiter bis nach Burkhardts, wo wir gemütlich die Mittagspause einlegten. Das Essen im Lokal war hervorragend, zumal draußen ein Gewitteregen herabging. Pünktlich nach dem Bezahlen war auch das Gewitter vorbei und das Teilstück bis nach Gedern nur noch Formsache. Der Abend verlief wie alljährlich.

Am Sonntag saß Günter am Steuer und brachte uns sicher nach Hause. Bemerkenswertes: Der Vogelsberg bietet herrliche Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren. Die Anstiege sind nicht steil, sondern immer stetig. Jede Menge Windparkanlagen sind auf den Anhöhen zu bewundern. Es hat Spaß gemacht, das Timing des Tourenplaners mitzuerleben, denn jedesmal, wenn es regnete, waren wir im Tockenen.