|
|
|
Wanderbericht Bayrischer Wald vom 12. bis 16.05.1999 Teilnehmer: Günter Z., Volker, Fried, Rudi, Hans und Volker Jäger als Gastwanderer
Mi. 12.05.: Am Vorabend hatten wir schon den größten Teil unserer Ausrüstung in den VDB-Bus verstaut,
so daß nur noch der Rest verladen werden mußte. Kurz nach 13.00 Uhr ging die Fahrt los. Rudi wurde als
Fahrer ausgeguckt. In den Verkehrsnachrichten wurden zwischen Walldorfer- und Weinsberger-Kreuz
Staumeldungen bis 18 km Länge durchgegeben. Daraufhin entschlossen wir uns, durch das Neckartal zu
fahren und erst bei Öhringen auf die Autobahn aufzufahren. Bis Nürnberg herrschte noch viel Verkehr,
erst dann wurde es besser. Nach 6 Std. Fahrt trafen wir um 19.00 Uhr auf dem "Fritz Berger"-Campingplatz
bei Hohenwarth ein. Etwas Abseits fanden wir einen schönen Platz für unser Zelt. Nach dem Aufbau wurden
sofort der Grill in Betrieb gesetzt, da Bernhard uns einige Steaks mitgegeben hatte. Anschließend
unternahmen wir noch einen Rundgang über den Campingplatz. Rudi hatte ein Liederbuch dabei, aus dem wir
dann beim Ausklangbier etliche Lieder zum Besten gaben. Gegen 23.00 Uhr zogen wir uns ins Zelt zurück.
Do. 13.05.: Unruhige Geister wecken uns frühzeitig. Volker W. hatte inzwischen Brötchen geholt. Nach der
Morgentoilette und dem Frühstück wurden die Rucksäcke gepackt. Während der eine oder andere noch eine
Marscherleichterung vornahm, tranken Hans und Rudi noch einen Kaffee in dem schönen Supermarkt beim
Campingplatz. Unmittelbar nach unserem Abmarsch um 9.00 Uhr ereilt Hans ein Anfall. Der VDB-Vorstand
Rudi war sofort zur Stelle um seinem ZbV zu helfen. Zum Glück war der Anfall (Sauhund) nur vorgetäuscht,
um einen Grund zu haben, einen Schnaps zu sich nehmen zu können. Bei trockenem Wetter führte uns
unsere Route über einen beschwerlichen Steig bis zur Kötztinger Hütte, die wir gegen 12.00 Uhr erreichten.
Dort legten wir eine Mittagspause ein. Über den Kammweg, stiegen wir bergauf, bergab über viel
Schneebruch weiter, bis wir nach 7,5 Std. reiner Wanderzeit, unterbrochen durch eine Pause, bei einer
Schutzhütte im Rieschflecksattel einen Platz zum zelten fanden. Ein Ehepaar, das ebenfalls dort zeltete,
sagte uns, daß es bis zum Großen Arber noch ca. 3 Std. Gehzeit wären, bei teils katastrophalen
Bedingungen. Als wir uns gegen 21.00 Uhr zur Ruhe legten, fing es an zu regnen.
Fr. 14.05.: Volker und Volker waren immer noch mit dem Zeltabbau und dem verpacken beschäftigt, während
die Anderen schon abmarschbereit waren. Es fing wieder leicht an zu regnen, als wir um 7.35 Uhr
losmarschierten. Über die Bäume, unter den Bäumen durch, um die Bäume herum. Soviel Schneebruch und
entwurzelte Bäume hatten wir nicht erwartet. Dazu kam noch weicher Schnee, der Richtung Arber immer
mehr wurde. An der DJH am Kleinen Arber (9.45 Uhr) legten wir eine Frühstückspause ein. In einem
Vorraum standen verschiedene Getränkeautomaten, darunter auch ein Kaffeeautomat. Gegen 11.00 Uhr waren
wir auf dem Großen Arber. Starker Wind und dichte Bewölkung ließen leider keine Fernsicht zu. In der
Wärmehalle der Bergstation legten wir eine Mittagspause ein. Mit dem Sessellift fuhren wir dann um
12.30 Uhr vom Arber ab. Bis zum Steig, der zum Großen Osser führt, hatten wir jetzt einen gut
begehbaren Wanderweg vor uns. Der Steig zum Großen Osser war noch mal anstrengend, da wir fast
400 Höhenmeter aufsteigen mußten. Die letzten Meter führten teils über deutsches und tschechisches
Hoheitsgebiet. Auf dem Großen Osser waren wir die einzigen Übernachtungsgäste in dem dortigen Schutzhaus.
Nach dem jeder eine Runde Bier und Hans noch zwei Runden Bärwurz bezahlt hatten, ging es um 22.10 Uhr
ins Matratzenlager.
Sa. 15.05.: Zum Frühstück gab es frischen Kaffee, Brot, Marmelade und Wurst. So gestärkt verließen wir
um 8.45 Uhr das Osser-Schutzhaus und stiegen ab nach Lambach. Unterwegs hatten wir ein paar
Orientierungsprobleme. Hinter Lambach passierte das Gleiche noch einmal, so daß wir wieder auf ca. 900m
aufsteigen und eine andere Route in Richtung Tanneneck (ca. 15km) gingen. Im dortigen Gasthof wurde
Mittagsrast gemacht. Nach weiteren 2,5 Std. von insgesamt 6 Std. Gehzeit erreichten wir um 16.30 Uhr
den Campingplatz bei Hohenwarth. Auf der dortigen Restaurants-Terrasse wurde die diesjährige Wandertour
beschlossen. Dazu ließ sich Volker J. eine Maß Bier bringen. Am Abend gingen wir zum Essen noch einmal
in das Restaurant. Beendet wurde der Tag mit einigen Bieren vor dem Zelt.
So. 16.05.: Volker W. hatte wieder Brötchen zum Frühstück geholt. Bei Sonnenschein wurde das Zelt
abgebaut und alles wieder im Bus verstaut. Um 9.15 Uhr fuhren wir in Hohenwarth los. Wider erwarten
hielt sich der Verkehr in Grenzen, so daß wir nach 4,5 Std. Fahrzeit um 13.45 Uhr beim KSV eintrafen,
wo wir zu Mittag aßen. Dort trafen wir auch Bergfreund Bernhard. Den Abschluß machten wir wie immer
im Feuerwehrhaus. Als Fazit ist zu sagen, daß wir mit dem Wetter auf dieser anspruchsvollen Tour Glück
hatten, uns jedoch an den Aussichtspunkten etwas bessere Sicht gewünscht hätten.
gez. Rudi Wanderroute Bayrischer Wald
Campingplatz (500m) - Gotzendorf - Reitenberg (760m) - Kreuzfelsen (999m) - Ruckplatzl (960m) -
Mittagsstein (1034m) - Kötztinger Hütte - Steinbühler Gesenke (960m) - Hoher Stein (1042m) -
Rauchröhren (1020m) - Großer Riedelstein (1139m) - Eck (843m) - Mühlriegel (1080m) - Sauschlett (1050m)
- Ödriegel (1156m) - Waldwiesmarterl (1150m) - Schwarzeck (1238m) - Reischflecksattel (1120m) -
Heugstatt (1261m) - Am Nürschen (1220m) - Enzian (1285m) - Enzianried (1199m) - Kleiner Arber (1370m)
- Großer Arber (1456m) - Heinrichsöd (1060m) - Zwengerlingsriegel (1120m) - Scheiben (1060m) -
Zwercheckerwald (1120m) - Lohberger Wald (920m) - Großer Osser (1293m) - Lambach (700m) -
Rotes Kreuz (880m) - Fahrenberg ( 893m) - Tanneneck (710m) - Kronwithöhe (786m) - Kolmstein (702m) -
Höllhöhe ( 680m) - Ansdorf - Hundzell - Campingplatz
|