Wanderbericht Westerwald vom 10. bis 14.05.1998

Teilnehmer: Günter Z., Bernhard, Fried, Rudi, Hans und Erich

Oh du schöner Westerwald, über deinen Höhen pfeift der Wind so kalt,... und pfeift er nicht, so regnets halt.
Diese Erfahrung sollten die Bergfreunde auch machen. Der Start zur VDB-Tour erfolgte in gewohnter Weise von der Feuerwache Ost genau um 13.30 Uhr. Der Vorstand griff selbst zum Lenkrad und steuerte ohne Probleme nach Neuwied zum Campingplatz "Am Strandbad" in Waldbreitenbach. Um 15.25 Uhr bei Ankunft konnten sich die Bergfreunde bereits zum zweiten Mal davon überzeugen, daß sie einen der modernsten Schriftführer aller Zeiten in ihren Reihen haben. Die Ereignisse werden nicht mehr aufgeschrieben, sondern auf ein Diktiergerät gesprochen.
Nach der Anmeldung bei der "freundlichen Wirtin" in der Campingklause "Old Hepp" richteten wir das Basislager ein. Ein Kasten Bier wurde in der Wied neben brütenden Enten gekühlt. Auch der Grill war schnell aufgebaut und das Gegrillte verzehrt. Einige schwarze Enten interesierten sich sehr für uns. Sie erhielten durch eine "Luxusente" artgerechte Unterhaltung. Später gings dann in die "Old Hepp" zu Bitburger und Fußball. 50% der VDB-ler hielten sich bis 1.30 Uhr standhaft.

Am Donnerstag versprach das Wetter nur Gutes, dafür das Wohlbefinden von Lux leider nicht. Der Weg führte uns großteils an der Wied entlang bis kurz vor Roßbach zum Campingplatz Neustadt/Wied nahe der Autobahn. Unterwegs in "Als Aue" nahmen 5 Bergfreunde ein Mittagessen ein. Lux sparte sich das Geld. Nach Ankunft und Einkehr in der Campingklause warteten wir Regenschauer mit Hagel ab, um dann unser Lager hinter der Toilette auf hartem, aber überdachtem Boden zu errichten.

Am Freitag morgen war großes Rätselraten zwecks weiter oder zurück angesagt. Es regnete einfach ständig, mal fein, mal heftig. Rudi und Günter waren im Dorf und gönnten sich einen Kaffee. Um 11.00 Uhr öffnete der Wirt die Klausentür. Ein Kaffee tat uns bei dieser Kälte gut. Danach folgte ein gewaltiger Fußmarsch von ca. 20000 cm zur Burgschänke. Bei lustigen Kommentaren wurde das Mittagessen eingenommen. Fried tat seinem Blutbild etwas gutes und gönnte sich ein Stück "Frisch von der Sau". Der Beschluß auf dem Campingplatz heute zu verweilen wurde ohne Gegenstimme gefaßt. So gings durch die Parkanlage zurück zum Toilettencamping auf Beton, bzw. zum "Sit in" in der Klause mit Fußball-WM und Kartenspiel.
Freitags ißt man oft Fisch. Doch uns kredenzte die Klausenwirtin Hella auf Tellern mit ca. 40 cm Durchmesser etwas anderes. Es waren "Bullenknöpp" mit Nudelsalat. Jetzt wurde auch verständlich, warum dort eigentlich fast alle Camper gut beleibt sind.

Am Samstag morgen waren wir alle fit. Kurz vor 9.00 Uhr wanderten wir bei schönem Wetter los. Durchs Ort, am Schützenhaus vorbei zum Ausblick "Siebengebirge". Durch Ortsteile von Ferntal, dem Tor zum Westerwald, bis Roßbach. Hier grüßten wir die beiden Bootfahrer, die wir schon vom Platz in Neustadt her kannten. Nach dem Mittagessen standen uns noch ca 4 km bis ins Basislager nach Waldbreitenbach bevor, die auch locker angegangen wurden. Am Ortsausgang Roßbach, Ortsteil Lache, beobachteten wir eine Fuchsjagd. Um 15.45 Uhr waren wir wieder zurück auf dem Zeltplatz. Die "Warmpisser" waren auch da. Wir nahmen Teile unserer Rucksackverpflegung zu uns. Nach einer Tretbootfahrt von Hans und Erich pendelten wir in großem Bogen um, bzw. in den Ortskern. Hier verharrten wir bei den Fußballern viele "Kölsch" lang.

Am Sonntag wurde auf Grund beginnenden Regens fast ein Alarmstart geprobt. Auch heimwärts verlief die Fahrt gut bis in die "Suppenschüssel" zum gemeinsamen Abschlußessen. Der harte Kern klinkte sich in der FW-Ost von der VDB-Veranstaltung aus. Die ursprünglich geplante Tour konnten wir zwar nicht durchführen, aber Moral und Kameradschaft waren sehr gut, was jeden Bergfreund auszeichnet.

gez. Erich