Wanderbericht Saarland vom 07. bis 11.05.1997

Teilnehmer: Fried, Rudi, Hans und Erich

Unser Tourenplaner hatte sich den Campingplatz am Stausee in Losheim herausgesucht. Mit Fahrer Lux verlief die Fahrt glatt, ohne Zwischenrufe von den Rück- oder Beifahrersitzen. Nach Ankunft und Zeltplatzsuche wurden wir neben der Grillhütte "Pipi" fündig. Das Zelt wurde aufgebaut wobei sehr korrekt vorgegangen wurde. Fried hat in ein neues, tragbares Zelt investiert. Folglich mußte der 60,- DM Iglu mit Gestängeeinschubtechnik probeweise erstellt werden. Zum Abendessen gab es Steaks mit Tsaziki, div. Soßen und Brot. Das anschließende Lagerfeuer "Zum krachenden Ast" hatte nur kurze Brenndauer.

Vollbepackt geht es am Vatertag los. Ausgerüstet mit 2 Wanderkarten, dem Tourenplaner mit Vorstandsunterstützung, sowie jung und alt. Der Weg führt uns durch Hausbach zum Blumenkreuz, weiter zur Biereiche, die zu einer Pause einlädt. Mettlach lassen wir rechts liegen und marschieren zu einem Waldparkplatz, der den Ausgangspunkt für Ausflügler zur Burg Montclair bildet. Dieser, von hier aus lange Weg führt auf dem Höhenrücken zwischen der Saarschleife entlang. Endlich angekommen folgt der Einkehrschwung, der wie auch später hin mit der Bestellung 3 Weizen und 1 Pils (oder Kaffee) beginnt. Nach Pause und Besichtigung ging es bergab zur Saar, wo wir mit einer kleinen l2 Personen-Fähre übersetzten. Der Fahrpreis betrug 1,50 DM pro Person. Nun wieder bergauf zum Aussichtspunkt "Cloef", wo man die Saarschleife einsehen kann. Nach einer kurzen Rast durchwanderten wir Orscholz, kreisten den Campingplatz ein und schlugen die Zelte auf. Trotz mindestens vier lädierter Füße wagten wir die Kneipensuche in Oberleuken. Etwas warmes zu Essen gab es hier nirgends, so dass wir uns in einem Fußballerstammlokal kalte Platten gönnten. Rückmarsch zum Zeltplatz um Nachtruhe folgten bald.

Trocken eingepackt wanderten wir fast ohne Fußprobleme an einigen Mühlen vorbei, stets an der Leuk entlang, dem Maria-Croon-Weg folgend. Eine herrliche Kulisse in diesem Tal bildete die sogenannte "Kollesleukener Schweiz", Felsformationen wie man sie auch in der fränkischen Schweiz findet. In Trassem nahmen wir in einem Hotel das Mittagsmahl ein. Der 2. Tag nahm marschmäßig kurz vor Saarburg auf dem Campingplatz sein Ende. Die Zeltplätze, bzw. die Mitnutzung eines Wohnwagenvordaches, kamen uns dank dem imposanten "Platzhirsch" sehr entgegen. Die Besichtigung von Saarburg kann nur weiterempfohlen werden. Mitten in der Altstadt stürzt die Leuk fast 20m tief ab, um dann in die Saar zu münden. Auch von der Burg ist der Blick in die Altstadt und Umgebung gigantisch. Ohne Getränk schlendern wir auf den C-Platz zurück um uns in der "Qualmbude" von innen zu befeuchten.

Den Rückweg nach Losheim traten wir so gegen 9.00 Uhr an. Er begann mit einer gewissen Tunnelscheuheit, gefolgt von einem kreiselnden Wege-Suchverfahren in Beurig. Nicht nur blinde Hühner finden ihr Korn, sondern auch geschulte Kartenleser ihren Weg. Mit guter Laune ging es somit weiter zum Aussichtspunkt "vor dem Saarstein", vorbei an der Domänensiedlung zur schönen Aussicht. Doch dann, nahe bei Bergen, entdeckte ein hochrangiger Bergfreund ein Neubaugebiet, wo die Häuser tatsächlich mit roten Ziegeln gedeckt waren. Diese tiefgreifende Erkenntnis strapazierte fortan die Lachmuskeln, und sorgte dazu noch zur deutlichen Verschlechterung der Leberwerte. Der Obstler passte aber auch ins Fuß-Schmerzdiagramm der Truppe. Endlich in Losheim angekommen, waren die 3 Tagesetappen gar nicht mehr so schlimm. Die Körperpflege, die Steaks, gute Getränke und Techno-Musik unserer Zeltnachbarn, bestärkten Moral und Laune.

Am Sonntag Morgen nach dem Zeltabbau frühstückten wir in der C-Klause um dann der "Deutsche Eichenlaubstraße" folgend ins Luftfahrtmuseum nach Hermeskeil zu fahren. Die Besichtigung sprach für sich und rundete bei mildem Sommerwetter die VDB-Tour ab.

gez. Erich