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Wanderbericht Harzwanderung vom 19. bis 22.05.1993 Teilnehmer: Hans; Friedrich; Klaus; Peter; Volker; Rudi;
Nachdem unser VDB-Bus beladen und der Dachgepäckträger abmontiert war konnten wir mit
Fried als Fahrer um 13.05 Uhr unsere Fahrt in Richtung Harz beginnen. Der Campingplatz
bei Herzberg existierte nicht mehr, jedoch konnten wir auf den Campingplatz in Lonau
bei Herzberg ausweichen. Nach dem Zeltaufbau und dem obligatorischen Grillsteak wurde
Fried von Rudi im Auftrag von Erich eine besonderes Getränk überreicht. Für die Anderen
blieb nur eine Flasche Schnaps übrig.
Um 8.00 Uhr marschierten wir bei herrlichem Wetter am Campingplatz los. Die Wanderung
führte uns über schöne Wege durch Mischwald zunächst bis an den Sösestausee bei
Riefensbeek. Hier legten wir in einer Gartenwirtschaft eine Pause ein. Weiter ging der
Weg (kleiner Verhauer) zum Ausflugslokal "Dammhaus". Auch hier wurde in der vollbesetzten
Gartenwirtschaft eine Verschnaufpause eingelegt. Unser geplantes Ziel, den Campingplatz
in Altenau, erreichten wir um ca. 18.00 Uhr. Der Campingplatz war aber total belegt,
so dass wir uns nach einer anderen Übernachtungsmöglichkeit umsehen mussten. Eine
Schutzhütte in der Nähe des Sees und ca. 20 Minuten von Altenau entfernt bot sich
dafür an. Mittlerweile zog ein Gewitter auf und wir waren froh so einen guten Unterschlupf
gefunden zu haben. An der Hütte war ein Schild angebracht worauf stand, dass Feuer machen
und Übernachten in der Hütte bei Strafe verboten sei. Ein Teil der Wanderer hatte sich
schon zur Nachtruhe in die Hütte gelegt. Hans und Volker wollten noch etwas aufbleiben,
wobei letzterer ein kleines Feuer entzündete. Gegen 21.45 Uhr wurden die Schlafenden
durch lautes schimpfen geweckt. Der am See vorbeifahrende Förster hatte den Feuerschein
gesehen und war zur Hütte gekommen und forderte uns auf die Hütte zu verlassen. So blieb
uns nichts anderes übrig als unsere Sachen zu packen und uns eine neue Schlafstatt zu
suchen. In stockfinsterer Nacht und einem nahenden Gewitter konnten wir schließlich unsere
Zelte auf einem Waldweg aufschlagen.
An diesem Morgen war das Wetter trübe als wir uns auf den Weg über den Okerstausee in
Richtung Goslar aufmachten. Der Weg führte uns durch steile Täler mit ausschließlich
Nadelbäumen. Um die Mittagszeit erreichten wir Goslar, wo wir auch die Mittagspause
einlegten. Als wir gegen 14.00 Uhr von Goslar weiterwanderten meinte Volker, dass es sich
aufhellen würde. Ein paar Minuten später fing es an zu regnen und es hörte an diesem
Tag auch nicht mehr auf. Gegen 16.00 Uhr saßen wir in einer Gastwirtschaft in der Nähe
von Hahnenklee und überlegten was wir tun sollten. Wir kamen zu dem Entschluss mit einem
Bustaxi nach Lonau zufahren um von dort aus neu zu planen. Den Abend verbrachten wir in
der "Quelle" in Lonau.
Das Wetter war immer noch schlecht, deshalb beschlossen wir nach Oberflockenbach zurück
zu kehren. Nach 5 Minuten Fahrt spielte uns der "Hallgeber" einen Streich. Einmal ausräumen,
gemeinsam den Motor betrachten und dann wieder einräumen und schon ging es wieder weiter.
Die Mittagspause legten wir in der "Post" in Romrod ein. Während der Fahrt wurde das
Wetter immer besser, so dass wir bei schönstem Sonnenschein um 16.10 Uhr in Oberflockenbach
eintrafen. Leider konnten wir diese Harzwanderung nicht wie geplant zu Ende bringen.
gez. Rudi |