Wanderbericht Rennsteigwanderung vom 17. bis 21.06.92 (Teil 2)

Teilnehmer: Hans, Günter H., Fried , Rudi, Klaus, Erich und die Gastwanderer Herbert H. und Peter G.

Unsere Vorbesprechung für die Rennsteigwanderung vom 17.-21.06.92 (Teil 2) fand am 21.05.92 in der Feuerwache Ost statt.
Die Abfahrtszeit war für 13.00 Uhr festgelegt. Verspätet wurde dann gegen 13.20 Uhr abgefahren. Die Bergfreunde Hans, Günter H., Fried , Rudi, Klaus, Erich und die Gastwanderer Herbert H. und Peter G. stellten die Besatzung des VDB-Busses dar. Erstmals, also als Neuling, war Walter G. als Gastwanderer dabei, der auch bereit war zu fahren. In seinem Kadett 1,6i hatte er Günter Z. und Bernhard als Beifahrer dabei. Um 16.20 Uh machten wir die erste Pause an der Fuldatalstraße. Bei Oberhof an der "Schanze am Rennsteig" fand eine kurze Fotopause statt. Nach einer "Umleitung im Quadrat" fuhren wir zur Lütschentalsperre (20.00 Uhr). Die üblichen Steaks am ersten Abend (wir danken Dir oh Herr und Rudi) ließen mit dem Grillen auf sich warten. Wir durften kein Feuer machen und hatten keinen entsprechenden Grill dabei. Hier leisteten unser ZBV Hans und Günter H. wieder einmal das Beste.

Um 8.30 Uhr verließen wir die Zelte und marschierten nach Oberhof. Der Weg führte uns zur Suhler Ausspanne und nach einer Pause weiter zum Großen Beerstein (982m). Eine Bierpause legten wir in Schmücke (916m) ein. Nach einer weiteren kurzen Rast bei "Alte Tränke" führte uns der Weg nach Allzunah. In einem kleinen gemütlichen Cafe gab es zum Tagesabschluss Schnitzel mit Kartoffelsalat. Nach erfolgreicher Zeltplatzsuche regnete es fast die ganze Nacht.

Nicht vollständig trocken haben wir die Zelte eingepackt. In strömendem Regen sind wir weitergegangen zum Großen Dreiherrenstein. In Neustadt am Rennsteig haben wir gegen 10.30 Uhr Kaffee getrunken und gut gefrühstückt. Es gab Eier mit Speck (und Bier). Weiter ging es durch Kahlert, einem Ortsteil von Neustadt, zum Triniusstein. Hier machten wir Mittagspause aus dem Rucksack. In Masserberg waren wir gegen 15.00 Uhr. In einem kleinen Verkehrsbüro erkundigten sich Bernhard und Erich nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Es ergab sich, dass wir in einer als Wanderheim umfunktionierten ehemaligen Augenklinik Unterschlupf fanden. Bei einem Übernachtungspreis von 10,- DM pro Person, war die Moral sehr gut und verhieß einen schönen Abend. Bereits auf dem Weg in ein Lokal zum Nachtessen zeigte sich, dass auch die Bergfreunde mit "geistlicher Umwandlung" begleitet wurden. Dies war die Geburtsstunde von Pfarrer Kempfert. Nach dem Essen, bei "einem" gemeinsamen Kästchen Bier wurde rege diskutiert und viel Geld verdient. Die etwas schlechter Verdienenden zogen es vor frühzeitig schlafen zu gehen. Ein altes Walliser Trio dagegen stieg hoch hinaus in einen Speicher ins ehemalige Schwesternzimmer, bzw. ins Kinderbett. Günter H. fand noch ein kleines Präsent in Form eines Schlittens in seinen Bett.

Um 8.50 Uhr hieß es Abmarsch nach Friedrichshöhe. Dies war das kleinste Dorf der ehemaligen DDR mit nur 36 Einwohnern. Hier frühstückten wir nach den Ersten bereits geleisteten 8 km. In Oberhof angelangt tranken wir noch ein Bier, bevor wir mit zwei Bustaxis zum Camp an der Lütschentalsperre gebracht wurden. Abends ging es lustig her. Nach dem Aufreißen eines Zeltes gab es zehn lachende und ein langes Gesicht. Ein einfach gesprungener Rückwärts-Lux machte ein kleines Zelt zunichte.

Beim Packen verlief soweit alles glatt. Auf der zügigen Heimfahrt legten wir unsere Mittagspause in Sackenbach ein. Um 15.45 Uhr waren wir wieder an dem beliebten Ausgangspunkt sämtlicher VDB-Touren, der "Feuerwache Ost".

gez. Rudi