Wanderbericht der Eifelwanderung 28.05. bis 01.06.1986

Teilnehmer: Fried, Erich, Rudi, Bernhard, Hans, Günter Z.

Die Fahrt startete um 13.00 Uhr am Feuerwehrgerätehaus und ging über die Autobahn in Richtung Cochem an der Mosel. Mit dem neuen Motor in unserem VDB-Bus ein wahrer Genuß. Ankunft am Campingplatz "Hotel Winneburg" war gegen 17.00 Uhr. Besondere Ereignisse waren eine Knobelpartie, grillen von leckeren Steaks und der Versuch unseren Vorstand ohne Hilfsmittel an einen Baum zu setzen, so daß er nicht mehr aufstehen konnte. Bei empfindlicher Kälte wurde der Tag vor der Campingplatzhütte beendet.

Vorbei an verlassenen Mühlen ging es durch das unberührte Martental in Richtung Ulmen. An der, von der Geschichte her bekannten Napoleonsbrücke, wurde eine Trinkpause eingelegt. Fried überraschte mit ISO-Star, was Rudi und Bernhard total verunsicherte bezüglich ihren eigenen Getränke. Das Kloster Maria Martental wurde rechts liegen gelassen um den Ort Ulmen (gelegen an der A48) zur Mittagszeit zu erreichen. Ein wirklich sehr gutes Mittagessen gab uns neue Kraft um den noch ausstehenden Weg bis nach Kelberg zu bewältigen. Die Überraschung war zweifellos eine Wandergruppe aus Rimbach, die ebenfalls zum Mittagessen in dem Lokal weilte. Vorbei am Jungferweiher, von einem Windbruch total unwegsamen Waldgebiet (überraschend taucht ein Radfahrer auf), wurde Mosbruch erreicht. Nach kurzer Pause wurden die letzten Kilometer nach Kelberg zurückgelegt. Das Wetter wurde immer unfreundlicher. Leichter Nieselregen und auffrischender Wind verhießen nichts Gutes. Die angesteuerte Grillhütte war aber dermaßen groß, daß es keine Probleme wegen der Schlafplätze gab. Das sprichwörtliche Glück, das wir jedes Jahr haben, hieß diesesmal "Schützenhaus". Bei einer geselligen Runde mit den Schützen aus Kelberg wurde die Nacht dann doch ziemlich kurz.

Bei schlechtem Wetter (starker Regen) war unser nächstes Ziel der Nürburgring. Im Laufe des Vormittags besserte sich das Wetter, so daß wir Start und Ziel des Nürburgrings einsehen konnten. Auch die Toilettenanlage wurde auf ihr Abzugsverhalten geprüft. Die Besichtigung des Rennmuseums war recht interresant. In dem Ort Nürburg wurde zu Mittag gegessen. Ab hier ging es ohne Wanderkarte an der Nürburg vorbei entlang der Nordschleife des Rings (Fahrerlehrgänge für Auto und Motorrad) zum höchsten Punkt der Eifel, die "Hohe Acht" (747m), mit "Kaiser Wilhelm Turm", sowie einer Sprungschanze. In der Gaststätte "Zur hohen Acht" wurden schnell zwei Bier getrunken. Durch Jammelshofen, Hohenleimbach und Lederbach wurde unser Tagesziel Kempenich gesichtet. Bei der Suche nach einem geeigneten Zeltplatz wurden wir von einem Jäger oder Förster gestört. Daraufhin entschlossen wir uns weiterzugehen. Der Zufall führte uns an der Gaststätte "Heidnerhof" vorbei. Die Wirtsleut zeigten sich sehr hilfsbereit, denn sie erlaubten uns, unsere Zelte in ihrem Garten aufzubauen. Das Abendessen sowie das Frühstück waren reichlich und billig. Auch die fehlende Wanderkarte wurde uns geschenkt. Ich hatte das Gefühl, und hoffentlich nicht nur ich, daß sich alle Leute, mit denen wir es zu Tun hatten, unwahrscheinlich freundlich und hilfsbereit zeigten.

Nachdem Kempenich hinter uns lag, kamen wir auf dem Weg nach Weibern an einem Freizeitgelände vorbei (Schwimmbad), das bei schönem Wetter sicherlich genützt worden wäre. In Weibern lachte Rudi und Fried das Herz, als sie Drehspäne einer metallverarbeiteten Firma erspähten. Nach einem kurzen Anstieg (Begegnung mit einem Planwagen) wurde auf einem Holzstoß eine Trinkpause eingelegt. Auf dem weiteren Weg sahen wir den Rothen Berg (Abbau von Lava), mußten unter der A61 hindurch um an den Laacher See zu gelangen. Der Betrieb um das Kloster Maria Laach war dermaßen groß, daß man sofort den Weg zum Campingplatz wählte. Das Tempo das vorgelegt wurde, verblüffte sämtliche Spaziergänger. Aufgelockert durch Zwischensprünge von Hans, wurde der Campingplatz in Rekordzeit erreicht. In der Gaststätte wurde ein Hähnchen mit Pommes sowie ein paar halben Bier verzehrt. Fried und Rudi fuhren mit dem Taxi nach Cochem, um unseren Bus zu holen. Als sie wieder kamen waren die Zelte aufgebaut. Nach dem Duschen saß man noch lange vor den Zelten. Die Entscheidung den Bus zu holen und damit die Tour abzubrechen fiel nicht leicht, andererseits war mit dem Laacher See als Abschluß ein sehr schönes Ziel erreicht.

Nach dem Abbau der Zelte wurde noch gemütlich eine Tasse Kaffee in der Gaststätte getrunken. Auf einem Rastplatz an der Autobahn wurde unser Bus von der Polizei bewundert. Mit der Aufforderung an den Fahrer "Bitte kein Bier" verschwanden sie wieder. Recht zügig, ohne Aufenthalt, ging es dann Richtung Heimat. Bei einem Abschlußbier im Feuerwehrhaus stellte man dann fest: "Bus okay, Tour in Ordnung, Wetter durchwachsen, keine Differenzen, also eine runde Sache".

gez. Günter Z.