Bericht zur Bergtourenwoche vom 23.09. bis 29.09.2007 in Ramsau
So. 23.09.: Bereits am Vortag hatten wir den VW-Bus von Günter Z. mit unserem Gepäck und den Mountainbikes beladen, sodass wir auf Wunsch von Erich erst um 8.30 Uhr an der Feuerwache Ost abfuhren. Wir, das waren Günter Z., Bernhard, Erich, Fried, Klaus, Volker, Rudi und Richard . Bei herrlichem Wetter verlief die Fahrt bis zur Ausfahrt Frasdorf problemlos. Hier fuhren wir ab und legten den Rest der Strecke nach Ramsau über die Deutsche Alpenstraße zurück. Um 16.15 Uhr trafen wir im „Haus Reiteben“ bei der Familie Amort ein. Das Haus lag oberhalb von Ramsau an der Alpenstraße und bot eine tolle Aussicht auf Watzmann und Hochkalter. Nachdem die Zimmer belegt waren, trafen wir uns wieder auf der Terrasse vor dem Haus, um in der Sonne sitzend ein Bierchen zu trinken. Dabei diskutierten wir, wie die Tour am nächsten Tag aussehen sollte. Zum Abendessen gingen wir hinunter nach Ramsau zum „Oberwirt“. Der Abstieg war steil und der Rückweg noch steiler. Da es immer noch schön warm war, tranken wir vor dem Haus sitzend, zusammen mit Herrn Amort noch ein Bier. Der Himmel war sternenklar und versprach für den nächsten Tag ein tolles Wetter.
Mo. 24.09.: Was der sternenklare Himmel am Vorabend versprochen hatte,
war Wirklichkeit geworden. Es war strahlender Sonnenschein und die tolle
Aussicht machte gute Laune. Pünktlich um 8.00 Uhr fanden sich alle im
Aufenthaltsraum zum Frühstück ein. Während Fried alleine eine Radtour machte,
unternahmen wir eine Wanderung entlang dem Soleleitungsweg bis Schwarzeck. Von
dort aus führte uns der Weg zunächst zum Toten Mann (1391m) und anschließend
auf den Hirschkaser (1385m), von dem wir eine tolle Aussicht hatten. Weiter ging
es dann zum Aussichtpunkt „Söldenköpfle“, wo wir eine Einkehr machten. Auf
Grund des schönen Wetters war hier viel Betrieb, was vielleicht auch mit den
üppigen Portionen zusammenhing. Entlang des Soleleitungsweg gingen wir wieder
zurück nach Reiteben. Auch Fried war von seiner Radtour wieder zurück. Seine
Route führte in am Taubensee vorbei zunächst zum Hintersee und weiter zum
Königsee und nach Berchtesgaden. Das schwerste Stück war die Rückfahrt von
Ramsau nach Reiteben.
Di. 25.09.: Um 7.00 Uhr machten wir an diesem Morgen Frühstück. Der
Himmel war bedeckt und die Wetteraussichten versprachen nichts Gutes. Mit dem VDB-Bus
fuhren wir zu einem Parkplatz am Hintersee (800m) und begannen hier unseren
Aufstieg zur Blaueishütte. Vorbei an der Schärtenalm (1362m) erreichten wir die
Blaueishütte (1651m), die mittlerweile im Nebel lag. Volker blieb hier zurück,
während wir anderen weiter in Richtung Schärtenspitze gingen. Auf etwa 1800m
kehrten auch Bernhard und Richard um. Günter und Rudi stiegen durch den Nebel
weiter auf. Kurz vor dem Gipfel begann es zu regnen. Auf dem Gipfel angekommen
zogen wir unsere Regenkleidung an und machten ein Gipfelbild, als das Handy
klingelte und Erich wissen wollte, wo wir gerade wären. Beim Abstieg begann es
auch noch zu graupeln und ziemlich nass kamen wir auf der Blaueishütte an. Eine
heiße Suppe und ein kühles Bier ließen die Lebensgeister wieder erwachen.
Bernhard eilte beim Abstieg zurück ins Tal voraus und ließ den Bus warmlaufen.
Als wir in Reiteben eintrafen, waren auch Erich und Fried von ihrer Radtour
wieder zurück. Sie fuhren zunächst zur Wimbachbrücke, über Oberschönau nach
Königsee und Berchtesgaden und wieder zurück. Am Nachmittag machten wir eine
Besprechung wegen unseres VDB-Busses, der einige Mängel aufweist. Abends
wollten wir eigentlich in der „Hindenburglinde“ zu Abend essen, landeten aber
wieder im „Zipfhäusl“. Mit Uno und Skat spielen sowie fernsehen verbrachten wir
den Rest des Abends.
Mi. 26.09.: Nach dem Frühstück fuhren wir zum Königsee. Es hatte geregnet und die Wolken hingen ziemlich tief. Nachdem wir die Bobbahn besichtigt hatten, unternahmen wir noch eine Wanderung zum „Malerwinkel“, von wo man bei gutem Wetter eine schöne Aussicht über den Königsee zur Kirche „St. Bartholomä“ hat. Anschließend machten wir noch einen Bummel durch die Fußgängerzone in Königsee und fuhren bei Regen weiter zum Obersalzberg. Die Fahrt hier rauf war so steil, dass wir zwischenzeitlich im ersten Gang fahren mussten. Auf dem Obersalzberg unternahmen wir eine Besichtigung des Führerbunkers und der Ausstellung über das „Wirken“ von Adolf Hitler auf dem Obersalzberg. Auf der Rückfahrt fuhren wir direkt zum „Zipfhäusl“ zum Abendessen. Am Abend luden wir Herrn Amort ein, mit uns zusammen ein paar Bilder aus vergangenen Jahren anzusehen.
Do. 27.09.: Morgens war der Himmel immer noch bewölkt, jedoch war das Licht etwas heller, sodass wir uns für eine Radtour entschieden. Zunächst fuhren wir mit unseren Autos zu einem Parkplatz bei Unter-Jettenbach. An der Saalach entlang fuhren wir über Bad Reichenhall bis kurz vor Freising. Zwischendurch mussten wir eine Radpanne bei Bernhard beheben. Nach einer Einkehr beim „Auwirt“ fuhren wir wieder zurück nach Bad Reichenhall und weiter zum Feuerwehrheim in Bayrisch Gmoin. Auf der Rückfahrt machten wir am Saalachsee noch eine Trinkpause. Richard fuhr hier weiter, weil er die gesamte Strecke nach Reiteben mit dem Rad zurücklegen wollte. An dem Parkplatz zurück reinigten wir zunächst die Räder, bevor wir sie wieder im VW-Bus verstauten. Kurz vor unseren Unterkunft holten wir Richard ein. Der Tag war teilweise bewölkt und sonnig. Auch heute Abend fuhren wir wieder ins „Zipfhäusl“ zum Abendessen. Den Abend ließen wir mit einem Diavortag von Herrn Amort ausklingen. Er zeigte uns in tollen Bildern, was man bei gutem Wetter hier alles unternehmen kann.
Fr. 28.09.: Heute machten wir wieder um 8.00 Uhr Frühstück. Das Wetter war bewölkt, aber hell und es regnete leicht. Wir gingen heute getrennte Wege. Während Erich, Fried und Günter zur Alpbachklamm fuhren und diese durchstiegen, gingen Bernhard, Richard, Volker und Rudi über den Soleleitungsweg zunächst zum Schwarzeck. Von hier gingen wir weiter, am Schmuckenstein vorbei, zur Mordaualm. Brauchten wir am Anfang noch den Regenschirm, benötigten wir später dann die Windjacke. Von der Mordaualm gingen wir hinab zur Alpenstraße und um den Taubensee herum zum Hintersee. Nach einem Einkehrschwung fuhren wir mit dem Linienbus zurück nach Ramsau . Die anderen warteten schon auf uns, als wir wieder in Reiteben eintrafen. Zum Abschluss unserer Tourenwoche gönnten sich die meisten eine schöne Schweinshaxe im „Zipfhäusl“. Als „Stammgäste“ wurden wir vom Wirt zu einem Schnaps eingeladen. Mit einem lustigen Unospiel beschlossen wir den Abend.
Sa. 29.09.: An unserem Abreisetag war das Wetter, wie wir es die ganze vergangene
Woche benötigt hätten. Der Himmel strahlte in Weißblau und es versprach ein
schöner Bergtag zu werden. Wir verabschiedeten uns bei der Familie Amort und
bedankten uns für die freundliche Aufnahme im „Haus Reiteben“. Bis auf einen
Stau am Chiemsee verlief die Fahrt problemlos, sodass wir gegen 16.00 Uhr
wieder in Oberflockenbach eintrafen. Wie immer wurde in der Feuerwache Ost die
Tourenwoche bei einem Bier beschlossen.
Fazit: Aus gesundheitlichen Gründen konnten Hans, Günter H., Klaus und Wolfram leider nicht an dieser Tourenwoche teilnehmen. Aus dem selben Grund konnten wir auch keine gemeinsame Bergtour unternehmen. Leider spielte auch das Wetter nicht so mit, wie wir es gerne gehabt hätten. Jedoch war die Stimmung in der Gruppe gut und wir sind zuversichtlich, dass wir im kommenden Jahr bessere Voraussetzungen haben werden.
Gez. Rudi