Bericht zur Bergtourenwoche vom 04.09. bis 10.09.2005 in Krün
So. 04.09.: Pünktlich zur Abfahrt um 8.00 Uhr waren Fried, Günter Z., Rudi und die beiden Gäste
Volker J. und Heinz F. anwesend. Von Volker W. verabschiedet, fuhren wir zunächst nach Weinheim, wo
wir Klaus mit Gepäck einluden. Unser Gepäck hatten wir schon am Tag zuvor in unseren VDB-Bus geladen.
Da wir, das erste Mal, sonntags zu unserer Tourenwoche starteten, hatten wir wenig Verkehr und
kamen deshalb rasch voran. Kurz nach 12.00 Uhr hatte unser Fahrer Rudi hinter Marktoberndorf
einen Parkplatz ausgemacht, so dass wir eine Mittagspause einlegten. Dazu gab es frische Brötchen,
Fleischwurst, Senf und Gurken, alles von Volker J. spendiert. Um 14.00 Uhr hatten wir unser Ziel,
den Campingplatz Tennsee in Krün erreicht. Nach kurzer Suche hatten wir einen schönen Platz für
unser großes Zelt gefunden. Nachdem alles aufgebaut und eingerichtet war, hatten wir uns ein Bier
auf der Terrasse des Campingplatz-Restaurant verdient. Aufallend war, dass hauptsächlich ältere
Personen (Rentner) auf diesem Campingplatz waren. Zum Abendessen servierte Klaus einen Tomaten-
Wurstsalat und Fried grillte saftige Steaks. Erst vor, dann im Zelt wurde der Abend verbracht,
bevor um 22.45 Uhr Bettruhe war.
Mo. 05.09.: Nach dem Frühstück, das wir bei Sonnenschein vor dem Zelt einnahmen, fuhren wir nach
Krün (875m). Heute wollten wir die Schöttelkarspitze besteigen. Zunächst ging es im Wald steil bergauf
bis zum Punkt 1102m und weiter bis unterhalb des Felsenköpfle´s, wo wir eine Rast einlegten. Weiter ging
vorbei am Seinskopf zur Scharte beim Feldernkreuz und zum Aufschwung zur Schöttelkarspitze (2050m).
Nach und nach trafen alle (auch Alma) auf dem Gipfel ein. Belohnt wurden wir mit einem schönen Rundblick auf
Wallgau und Walchensee, Zugspitze, Alpspitze und Karwendel. Nach einer Pause und dem üblichen Gipfelfoto
stiegen wir ab zur Soiernhütte (1610m) und nach einer Trinkpause weiter in Richtung Fischbachalm. Rudi
eilte auf dem Fahrweg nach Krün der Gruppe voraus um sie mit dem VDB-Bus abzuholen. Auf der Fahrt zur
Alm kam ihm Klaus entgegen. Gemeinsam holten sie die anderen ab und ersparten ihnen einen ca. 6 km langen öden
Fußmarsch nach Krün. Im Anschluss fuhren wir nach Scharnitz (A) zum Tanken und dann nach Krün um Sprit
für uns mitzunehmen. Das Abendessen mit Nudeln, Spezialsoße und Bratwurst schmeckte allen gut, und um
23.00 Uhr war Bettruhe.
Di. 06.09.: Unser heutiges Ziel war die Alpspitze, welche wir über den Klettersteig besteigen
wolten. Zunächst fuhren wir nach Garmisch-Partenkirchen zur Talstation der Alpspitzbahn. Mit der Seilbahn
ging es zur Bergstation (2033m) und von dort zum Einstieg der Ferrata. Hier kehrte Fried um. Wir
machten uns auf den Weg in Richtung Gipfel. Für Volker und Heinz war es das erste Mal, dass sie mit Fels,
Eisen und Stahlseilen in Berührung kamen. Um Punkt 12.00 Uhr standen wir auf dem Gipfel der Alpspitze
(2628m). Bei strahlendem Sonnenschein schmeckte das Gipfelbier besonders gut. Den Rückweg gingen wir
über den Nordwandsteig. Volker hatte wegen seiner Kniebeschwerden keinen leichten Gang. Während wir
auf den Gipfel stiegen, ging Fried zu Fuß zurück zur Talstation. Auf der Fahrt zurück nach Krün
kauften wir in Garmisch ncoh Essen und Trinken ein. Heute gab es einen dicken Eintopf mit Brötchen
zum Abendessen. Klaus und Rudi legten sich früh in den Schlafsack, da sie am nächsten Tag auf die
Zugspitze steigen wollten.
Mi. 07.09.: Um 6.45 Uhr wurde Klaus von Rudi geweckt. Zusammen mit Fried und Volker machten sie
sich auf die Fahrt nach Hammersbach. In Garmisch-Partenkirchen merkte Klaus, dass er seinen Geldbeutel
vergessen hatte. So mußten wir noch einmal zurückfahren und einen zweiten Anlauf machen. Um 8.20 Uhr
starteten Klaus und Rudi am Beginn des Höllentals ihre Tour auf die Zugspitze. Durch die Höllentalklamm
(Eintritt E 1,00) wurde um 9.45 Uhr die Höllentalanger-Hütte (1400m) erreicht. Auf einem Schild stand,
dass ab sofort für die Besteigung der Zugspitze Steigeisen nötig waren. Über die berühmte "Leiter" und
"Platte" und einer kurzen Rast wurde um 12.00 Uhr auf 2200m Höhe der Gletscher erreicht. Ohne Steigeisen
gingen die beiden weiter und hatten nach weiteren 20 Minuten den Übergang vom Gletscher zum Klettersteig
erreicht. Sie kamen schnell voran, so dass sie nach fast 5 1/2 Std. um 13.45 Uhr auf dem höchsten Gipfel
Deutschlands (2962m) standen, wobei für Rudi die letzten 250Hm sehr hart waren. Auf dem Gipfel herrschte sehr
starker Publikumsverkehr. Zum einen durch die vielen Bergsteiger, welche über die verschiedenen Routen
auf die Zugspitze strömten, und zum anderen durch die Ausflügler, die mit der Seilbahn auffuhren und
ebenfalls auf den Gipfel wollten. Diese Ausflügler robbten zum Teil auf allen Vieren zum Gipfelkreuz.
Auf Grund des tollen Wetters war auf dem total verbauten Gipfel viel Betrieb. Eigentlich wollten Klaus
und Rudi im Münchner-Haus übernachten und am nächsten Tag den Jubiläumsgrad machen. Jedoch waren die
Lager nach Aussage des Hüttenwirts doppelt belegt, so dass sich die beiden entschlossen mit der Seilbahn
zum Eibsee abzufahren (E 25,00). Die anderen vier wurden von Bauf auf dem Campingplatz besucht, der auf
seinem Weg nach Südtirol einen Kasten Schmucker vorbeibrachte. Nach einem Spaziergang hatten sie gerade einen
Bierlachs begonnen, als der Anruf von Klaus kam, damit sie ihn und Rudi am Eibsee abholen. Auf Grund einer
Baustelle dauerte es über eine Stunde bis Fried und Günter kamen. Heute Abend gingen wir auf dem
Campingplatz ein Grillhähnchen essen.
Do. 08.09.: Klaus, Günter, Heinz und Rudi fuhren mit dem VDB-Bus nach Mittenwald und mit der
Karwendelbahn zur Bergstation (2260m), den Ausgangspunkt des Mittenwalder Höhenwegs. Im stetigen Auf
und Ab auf gesichertem Steig ging es über die Nördliche- (2374m), Südliche Linder-Spitze (2304m),
Sulzleklammspitze (2323m), Kirchl-Spitze (2302m) zur Scharte zum Brunnstein. In der Sonne liegend,
wurde hier eine Rast eingelegt. Über den Brunnsteinsteig (schlechter Weg) stiegen wir zur
Brunnsteinhütte (1560m) ab. Mit zwei gut temperierten Bieren wurde der Flüssigkeitsverlust wieder
etwas ausgeglichen. Durch den Wald stiegen wir weiter ab ins Tal vor Mittenwald und von dort zurück
zur Talstation der Karwendelbahn (970m). Mit einem kühlen Bier wurden wir von Volker und Fried
empfangen. Die beiden Fußkranken hatten eine Wanderung vom Campingplatz nach Mittenwald gemacht. Für
das Abendessen wurden in Krün Grillfleisch und Zutaten gekauft. An der warmen Luft am Abend merkte man,
dass sich das Wetter ändern würde.
Fr. 09.09.: Am Morgen regnete es, so dass wir unser Frühstück im Zelt einnahmen. Später kam jedoch
die Sonne raus und wir fuhren nach Garmisch-Partenkirchen zum Skistadion. Dort fanden die Vorbereitungen
für die Europameisterschaften der Hölzfäller statt. Von hier aus wanderten wir zum Riessersee (Pause)
und durch Garmisch-Partenkirchen wieder zurück zum Skistadion. Von den schweren Überschwemmungen zwei
Wochen zu vor waren nur noch ein paar Sandsäcke zu sehen. Im Skistadion schauten wir noch einmal den
Vorbereitungen zur EM zu. Es war sehr interressant zu sehen, wie die einzelnen Stationen getestet
wurden. Volker und Klaus gönnten sich noch eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn neben dem Skistadion.
Bei leichtem Regen aßen wir auf der überdachten Terrasse des Campingplatz-Restaurants sehr gut zu Abend.
Das Abschlußbier nahmen wir im Zelt ein. Was folgte war eine schlimme Nacht: Heinz schnarchte brutal
laut und Volker erzählte im Schlaf.
Sa. 10.09.: Wir standen um 7.30 Uhr auf und konnten unser Frühstück bei Sonnenschein vorm Zelt einnehmen.
Anschließend wurde der VDB-Bus ausgeräumt und wieder ordentlich gepackt, so dass wir um 9.30 Uhr die
Rückfahrt antreten konnten. Auf der Heimfahrt regnete es streckenweise, jedoch kamen wir gut voran. Nachdem
wir Klaus in Birkenau abgeliefert hatten und das Zelt greinigt war, haben wir um 16.00 Uhr in der Feuerwache Ost
eine tolle Tourenwoche bei idealen Wetterbedingungen mit einem Bier beschlossen.
Gez. Rudi