Bericht zur Bergtourenwoche vom 30.08. bis 06.09.2003 im Zillertal
Pünktlich um 6.00 Uhr fuhren wir am Samsatg los, um Klaus an der Peterskirche in Weinheim mitzunehmen.
Wegen der dortigen Baustelle kam es zu einer kleinen Verzögerung, bis wir Klaus mit im Bus hatten. So
steuerten Rudi und Erich, mit Hans, Fried und Klaus an Bord, in Richtung Süden. Gegen 13.00 Uhr kamen
wir auf dem Campingplatz in Mayrhofen an. Nach 550 km Fahrt wurde nun das VDB-Zelt aufgebaut. Eine
kleine Erkundungstour durch Mayrhofen war Pflicht. Dann regnete es und das Mitgebrachte zum Grillen
mußte bis Sonntag warten. Das Campingstüberl sorgte für Kurzweil nach dem ersten Tag.
Ein Sonntag im Zelt, das hatten wir eigentlich nicht bestellt. Mit Frühstück und anderem Zeitvertreib
wurde es gegen 12.00 Uhr dann doch besser. Eine kurze Wanderung führte uns nach "Zimmereben" und nach
flüssiger Stärkung wieder zurück. Nun wurde dann doch das "Küchenzelt" aufgestellt, welches uns das
Dasein doch erleichterte.
Am Montag konnten wir die erste Tour angehen. Über Gschösswand zum Gipfel des Penken (2095m). Eine
überschaubare Tour, die sich auch vom Ausblick über das Zillertal bis zum Tuxer Gletscher lohnte.
Mit der Penkenbahn, die beeindruckend hoch über dem Astegger Tal schwebt, fuhren wir wieder zurück.
Der Dienstag zeigte sich vorerst regenfrei. Wir beschlossen eine Wanderung zum Stillupspeicher und der
gleichnamigen Klamm durchzuführen. In Mayrhofen folgte der rituelle Einkehrschwung und anschliessend
ging es zurück zum Campingplatz. Hier sagten sich .... und Hase förmlich gute Nacht. Unseren Eintopf
und das von Lux und Hans besorgte Billigbier ( 17,20 Euro ) nahmen wir bei Regen im Essenzelt zu uns.
Die Wettervorhersage für Morgen war vielversprechend, so dass wir beschlossen die Ahornspitze zu
besteigen.
Mit der frühen Bergsteigergondel fuhren wir von Mayrhofen (630m) zur 1295m höheren Bergstation. Auf
bequemem Weg führte der Pfad zur Edelhütte (2238m), bevor der steile Anstieg zur Ahornspitze folgte.
Als erste Gruppe erreichten wir, im doch tiefem Neuschnee zwischen den Felsen, den Gipfel (2973m).
Bei einem unserer Gipfelstürmer konnte man meinen, er hätte vor lauter Gipfelglück die Hosen befeuchtet,
doch alles war nur hart herausgekämpfter Schweiß. Lange verweilten wir nicht und traten den Rückzug an.
Selbstverständlich war die Edelhütte und später die Filzenalm zum Verweilen willkommen. Ein herrliches
Panorama bei angenehmen Temperaturen entlohnten uns für die anspruchsvolle Tour. Mit der Ahornbahn
schwebten wir dann wieder ins Tal zu unserem Basislager.
Der Donnerstag. Sollte er ein Ruhetag werden oder sollte das schöne Wetter zu einer weiteren Bergtour
genutzt werden? Beides war die Antwort. Die A-Jugend, also nach Fitness gewertet, nämlich Rudi und Klaus
machten sich auf den Weg zum Olperer. Sie fuhren nach Hintertux und mit der Bahn zum Tuxer-Fernerhaus.
Hier herrschte großer Andrang von Ski-Fahrern. Es gab so gut wie keine Hinweisschilder und die
Bedingungen für eine Gletscherbegehung waren schlecht. Nach vereistem, steilen und schwierigen Aufstieg
entschlossen sich Beide zur Umkehr. Eine vernünftige Entscheidung, da auch der Faktor Zeit dagegen sprach.
In Mayrhofen trafen wir dann alle wieder zusammen. Die Bergfreunde der nicht A-Jugend verbrachten, bei
einer Wanderung durch das halbe Tal und technischen Informationen am Kraftwerk, eher einen gemütlichen Tag.
Zum Abschluß der Woche wurde doch noch eine gescheite Tour gemacht. Mit dem Bus fuhren wir nach Lanersbach
um dann den langen Weg zum Rastkogel (2762m) anzugehen. Nach ca. 1 Std. Gipfelrast hatten wir noch 2 Std. Gehzeit
zur Bergstation der Penkenbahn. Das reichte dann auch Jedem. Nach dem Einkehrschwung in Mayrhofen lösten
sich bei Rudi endgültig die Wanderschuhe bzw. die Sohlen auf. Lux ging die Tour mit abgeklebten Fersen und
in Halbschuhen. Der krönende Abschluß der Tourenwoche folgte in der Campingklause. Es wurde zum Teil rege
diskutiert. Thema war unter anderem die Zukunft unseres Vereins und die Mitwirkung am bevorstehenden
Kerwezug in Oberflockenbach.
Für die Heimfahrt gilt ähnliches wie in all den Jahren zuvor.
Gez. Erich