Bericht zur Bergtourenwoche vom 06. bis 13.09.1997

Traditionell stand die VDB Urlaubswoche in den Bergen auf dem Programm. Fried, Rudi, Hans, Klaus und Erich (Lux) stellten den Kader des VDB für dieses Unterfangen. Die Tourenplanung von Fried, die sich exakt mit den tatsächlichen Touren deckte, klappte hervorragend. So ging es auch wie beschrieben an der Wache Ost los. Lux durfte fahren, denn fahren darf eigentlich nur der, der sich absolut in der Gewalt hat, d.h., dass während der Fahrt, trotz Verlockung aus der Fahrgastzelle, auf Dosenbier verzichtet wird, bzw. kein Verlangen besteht. Klaus stieg wie so oft an der Peterskirche zu und stellte gleich an der Postkreuzung einen vermutlichen Fahrfehler wieder als nichtig klar. Gegen l5.2O Uhr kamen wir, nach einer Pause am Allgäuer Tor, in Cortina de Ampezzo an. Was sich jetzt abspielte konnte Lux nicht wissen, da er im Vorjahr nicht dabei war. Zelt, Kochzelt, Gaskochstelle, Geschirrkiste und Verpflegung für ca.20 Pers. kamen ans Tageslicht. Doch all das wurde erstmals in einem Video festgehalten. Beim Essen und Trinken waren die vier VDB-ler ganz gut in den Kasten zu bekommen. Aber schon bei der ersten Tour am Sonntag stellte sich heraus, dass die vier Zweibeiner sehr Kamerascheu waren. Es sollte im Laufe der Woche noch schlimmer werden! So ließen die Vier Lux keine Möglichkeit an dem herrlichen Tomaselli-Klettersteig zu filmen. Na ja, je edler und seltsamer das Wild, desto schlechter bekommt man es vor die Kamera.

Das Wetter war am Sonntag waschküchenartig und mit Regen durchsetzt. Doch dann hatten wir die ganze Woche Herrgottswetter. Die Dolomiten sind von den vergangenen Kriegen gezeichnet. Imposant sind die Aushöhlungen am Lagazuoi. Unsere Touren waren nicht so lange, so dass abends regelrechte Essenszubereitungsrituale stattfanden. Die Portionen waren geplant und mussten verschlungen werden. Die Dolomitenrundfahrt sprach an landschaftlicher Schönheit, einschl. den damit verbundenen Besuchen in Onach und Ellen für sich. Die Heimfahrt über den Brenner war nicht brennend schnell, sondern eher ätzend langsam. Unser ehem. Berufskraftfahrer Klaus stellte heimwärts seine Qualitäten hinter dem Lenkrad dar. Er brachte sich und uns heil zurück bis nach Birkenau. Rudi besorgte den Rest. Nächstes Jahr soll es ev. ins Engadin gehen, so war die Rede. Was soll geschehen? Wird alt und jung, schnell und langsam getrennt?? Die Zeit wird es bringen.

FAZIT: Eine Bergfreundewoche einmal anders, so könnte man es bezeichnen.

gez. Erich