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Bericht zur Bergtourenwoche vom 01. bis 08.09.1991
Teilnehmer: Fried, Klaus, Hans, Wolfram, Günter Z.
Samstag 01.09.: Treffpunkt war um 5.00 Uhr vor der Feurwache Ost. Nach dem man eine
1/4 Std. vergeblich auf Günter gewartet hatte, wurde er durch einen Telefonanruf von
Klaus geweckt. Die Fahrt zum Campingplatz in Trafoi wurde durch eine Pause am Reschensee
unterbrochen. Gegen 17.00 Uhr war man am Ziel angelangt.
Sonntag 02.09.: Mit dem Bus fuhren wir nach Sulden an die Talstation der Schaubachhütte.
Zu Fuß wurde der Aufstieg zur Hütte fortgesetzt, wobei unterwegs eine längere Pause
eingelegt wurde. Fried bekommt auf dem weiteren Weg gesundheitliche Probleme und geht
zurück zum VDB-Bus. Die anderen Vier steigen zur Casati-Hütte auf (3256m).
Montag 03.09.: Morgens um 7.30 Uhr gehen wir bei herrlichem Wetter den Aufstieg zum
Cevedale und zur Zufallsspitze an. Beide Gipfel wurden ohne Probleme bestiegen. Am
Nachmittag kehrten wir zur Casati-Hütte zurück.
Dienstag 04.09.: Das Vorhaben heute die Königspitze zu besteigen scheitert daran, dass
von Bergführern diese Route, wegen Steinschlaggefahr und zuwenig Eis und Schnee, nicht
begangen wird. Ausserdem ist das Wetter schlecht. Gegen 10.30 Uhr beschliessen wir nach
Sulden abzusteigen. Auf halbem Wege reisst die Wolkendecke auf, wodurch wir noch die
Möglichkeit bekommen die Suldenspitze sowie das Schrötterhorn zu besteigen. Übungshalber
setzt Wolfram Eisschrauben ein. Auf der Schaubachhütte macht jeder noch eine Runde Bier.
An der Talstation werden wir von Fried mit dem Bus abgeholt. Abends bleibt Günter am
Zeltplatz und bereitet ein Feuer vor. Mit einem belgischen Ehepaar, einem Kasten Bier
und einer Flasche Cognac wird der Abend beendet.
Mittwoch 05.09.: Heute sollte Ruhetag sein. Hans und Wolfram sind beide noch nicht auf
dem Ortler gewesen und beschliessen zur Payer-Hütte aufzusteigen. Die anderen Drei
begleiten sie bis ca. 150m unterhalb der Hütte. Der Weg dorthin ging über Heilige
drei Brunnen, Bergl-Hütte und quer über ein Geröllfeld. In einer Scharte machen wir
Pause. Nach dem ein weiteres Geröllfeld überquert war, trennten sich die Wege. Der
Abend wurde bei ungewöhnlich warmen Temperaturen vor dem Zelt verbracht. Das war der Ruhetag!
Donnerstag 06.09.: Das Wetter meint es gut mit uns. Hans und Wolfram besteigen den
Ortler und wir fahren nach Sulden. Klaus und Fried gehen zur Düsseldorfer-Hütte, trinken
dort eine Kleinigkeit und steigen zur Tschenglser-Hochwand auf, wo sie sich im Klettern
üben. Günter macht seinen Ruhetag in Sulden. Gegen 16.00 Uhr kommen Hans und Wolfram vom
Ortler zurück. Später findet man Fried und Klaus in einer Gartenwirtschaft. Der Abend
wird in einer Gaststätte beschlossen.
Freitag 07.09.: Heute ist endlich Ruhetag. Wir fahren mit dem Bus auf das Stilfser Joch.
Auf dem Weg nach oben überholen wir ettliche Radfahrer, die sich verbissen zum Joch
hochkämpfen und unsere volle Bewunderung geniessen. Auf dem Joch ist ein Mordstrubel.
Dem gehen wir aus dem Weg, indem wir zur Röttlhütte wandern. Hans hat jetzt auch genug
und legt sich zum Ausruhen zwischen die Steine. Abends wird nochmals gut gegessen und
die Biervorräte vor dem Zelt vernichtet.
Samstag 08.09.: Überraschend sind alle bei Zeiten wach. Um 8.15 Uhr fahren wir über den
Reschenpass, Fernpass nach Hause zurück. In dem bekannten Nadelöhr Pfronten-Nesselwang
geht nichts mehr. Mitten in Pfronten machen wir in einem Gasthaus Mittagsrast. Beim
Weiterfahren stellen wir fest, dass wir Benzin verlieren. Auf dem Parkplatz müssen wir
alles ausräumen, damit wir an den Motor rankommen. Klaus hat den Schaden sehr schnell
behoben (poröser Benzinschlauch). Über das Oberjoch und 0y geht die Fahrt nach Hause.
Klaus bringen wir nach Birkenau. Die Anderen nehmen noch einen Abschlussdrunk in der
Feuerwache Ost.
gez. Günter Z. |