Bericht zur Bergtourenwoche vom 09. bis 16.09.1989

Teilnehmer: Hans, Fried, Günter H., Günter Z., Wolfram,

Mit zwei Pkw bei unterschiedlichen Abfahrtszeiten wurde die Fahrt nach Täsch in jeweils 6,5 Std. zurückgelegt. Bevor das zweite Auto eintraf, hatten Günter H., Hans und Fried das VDB-Zelt bereits aufgebaut, in dem man auch den Abend verbrachte.

Aufstieg zur Täsch-Hütte (2701m). Günter H. transportiert die Rucksäcke mit dem Pkw bis zur Täschalpe. Auf der Hütte ist relativ wenig los. Übernachtung und Frühstück kosten zusammen Sfr. 20,-.

Um 4.30 Uhr wecken. Ab 5.20 Uhr Aufstieg zum Alphubel. Über Geröll und Steine gelangen wir zum Auslauf des Alphubelgletschers. Fried und Günter H. haben Probleme mit dem Magen bzw. mit der Luft (Erkältung). Hans, Wolfram und Günter Z. gehen trotz schlechter werdendem Wetter weiter. Kurz vor dem Alphubeljoch ist man sich einig, bei diesen Verhältnissen (Schneefall, Wind, Nebel) abzubrechen und zur Täschhütte abzusteigen. Günter H. und Fried sind leider schon nach Täsch zurückgefahren. Nach drei großen Bier in der Täschalpe geht es sich leichter zurück zum Zeltplatz.

Heute Ruhetag. Wanderung nach Zermatt.

Um 6.19 Uhr mit der Bahn nach Zermatt, um 7.30 Uhr mit der Bergbahn zum Kleinen Matterhorn, ab 8.15 Uhr über einen langen Weg zum Pollux. Günter H. hat immer noch Probleme mit seiner Erkältung. Hans versucht im Alleingang den Castor zu besteigen, kehrt aber richtigerweise um. Wolfram, Fried und Günter Z. besteigen den Pollux (viel Schnee in den Felsen). Am Einstieg trifft man wieder mit Hans zusammen und geht den langen Weg zurück zur Bergstation.

Heute Ruhetag. Fahrt nach Saas-Fee. Mittagessen im Lokal "Zur Mühle". Man erkundigt sich nach den Abfahrtszeiten zum Mittelallalin (Metroalpin) und trifft dabei auf Willi Geisler mit Freundin aus Rippenweier.

Fahrt nach Saas-Fee. Mit der ersten Bahn um 7.30 Uhr zum Mittelallalin. 8.15 Uhr Aufstieg über das Sommerskigebiet zum Joch zwischen Allalin und Feekopf. Unterwegs ein Wiedersehen mit dem alten Bergführer Theodul. Über einen schwierigen Felskamm (Schnee und Vereisung) wird der Feekopf erreicht. Die Bedingungen werden für Hans, Günter Z. und Wolfram immer schlechter. Das Fee-Joch sowie das Alphubel-Joch können nur erahnt werden. Dann beginnt der schwierige Aufstieg zum Alphubel. Über eine lange steile Eisflanke wird der Gipfel erreicht. Der Abstieg erfolgt über den Fee-Gletscher zur Längfluh. Mit der Bergbahn fahren wir nach Saas-Fee zurück. In der "Mühle" wird noch etwas getrunken. Beim Abschlußabend sind wir ganz kaputt, was sich sicherlich auf die Stimmung auswirkt.

Um 9.00 Uhr fahren wir nach Hause. Nach der Grenze in Weil am Rhein erfolgt das schon traditionelle Mittagessen. Um 15.30 Uhr fahren wir über den Bildstock und trinken zum Abschluß noch ein Bierchen im Feuerwehrhaus. Eine Woche bei keinem all zu schönem Wetter war zu Ende, doch durch die Besteigung von Pollux und Alphubel wurden wir etwas entschädigt.

gez. Günter Z.